Anton Erlacher Lena Erlacher Martina Kriegbaum Mag. Carmen Dreier-Zwetti Anna Lenz Florian Dittrich Josef Wildbacher Bernhard Haanl Hilliard Rennau

Anton Erlacher

Leitung
Lehre & Forschung
Anton Erlacher
Anton Erlacher

Anton Erlacher

unser Vereinsvorsitzender in Ausbildung zum Imkermeister. Baubiologe und Energieberater. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit ökologischer biodynamischer Imkerei und wesensgemäßer Bienenhaltung. 2012 gründete er den Verein Bienenschutzgarten zusammen mit seiner Frau Lena Erlacher. Er lehrt und gibt Kurse für biodynamisches Imkern und betreut die Forschungsprojekte zu wesensgemäßer Haltung der Honigbienen und ihrer Integration in die imkerliche Praxis.

Er persönlich sagt ...

Es mag vielleicht für viele seltsam klingen und doch ist es so: ich höre den Hilfeschrei unserer Honigbienen. Ich bin überzeugt, dass Imker, die mit ihren Bienen achtsam und liebevoll arbeiten, die Not des Biens ebenfalls schon lange erkannt haben. Die Zielsetzungen der meisten traditionellen Imkerverbände und Ertragsimker sind nach wie vor auf größtmögliche Effizienz im Imkerhandwerk ausgerichtet. Dabei wurde und wird die natürliche Evolution der Bienen in einem Ausmaß unterdrückt, wie es nur selten in der Tierhaltung zu beobachten ist. Unsere Bienen sind heute auf Hochleistung gezüchtet, um maximale Honigerträge zu liefern, doch die Kehrseite davon ist, dass sie nicht mehr ohne Medikamente überlebensfähig sind. Der Bienenschutzgarten kann als real geschaffener, intakter Lebensraum ein Modell für eine neue Kultur des Imkerns werden. Ausreichende Blütenressourcen während des ganzen Bienenjahres, naturnahe und wesensgemäße Haltung der Bienen und der Weg zurück zu einer natürlichen Selektion sind die Basis, auf der sich die Bienenvölker wieder erholen können. Unser großes Ziel sind starke und gesunde Bienenvölker, die in der Lage sind, sich wieder selbst gegen Parasiten und Krankheitserreger zu wehren.

Ich würde mich sehr freuen, wenn möglichst viele Mitstreiter und Gleichgesinnte diesen Weg gemeinsam mit uns und dem Bienenschutzgarten gehen.

Lena Erlacher

Administration &
Organisation
Lena Erlacher
Lena Erlacher

Lena Erlacher

unsere Stellvertreterin des Vorsitzenden. Ganzheitliche Naturheiltherapeutin, Administrative Leitung. Sie arbeitet für die langfristige Stärkung der Gesundheit der Bienenvölker aus der Sicht der Naturheilkunde und Konstellationsforschung nach Maria und Matthias Thun. Sie gibt workshops und organisiert die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins.

Sie persönlich sagt ...

Ich gestehe, am Anfang meiner Beziehung zu den Bienen stand der Wunsch nach Sicherheitsabstand und als Reaktion bei Annäherung die panikartige Flucht. Als wir eine Bienentränke direkt bei unserer Terrasse einrichteten, beobachtete ich erst neugierig durch das Fenster dann begann ich die Bienen zu fotografieren und drei Wochen später war ich zur Bienentränke-Hüterin geworden. So sind die Bienen zu mir und ich zu ihnen gekommen. Es ist, als ob es zwischen diesen Lebewesen und uns Menschen schon immer eine tiefe Verbindung gibt, als ob wir nur leben, weil sie leben. Das Geschenk der Fruchtbarkeit, das die Bienen der Erde und uns Menschen so lange schon machen, ist unschätzbar. Wir sind gerade dabei, es zu verlieren!

Im Bienenschutzgarten achten wir das Leben der Bienen, ihre ureigensten Bedürfnisse und ihre natürlichen Lebensgrundlagen. Ich bin mir sicher, dass die Bienen UND wir Menschen dadurch Heilung erfahren. Ich wünsche mir, dass uns viele auf diesem Weg der Achtsamkeit für Bienen, Pflanzen und Menschen begleiten und die Arbeit für den Bienenschutzgarten nach ihren Möglichkeiten unterstützen.

Martina Kriegbaum

Lehre, Bienenforschung
NEWS Redaktion
 MartinaKriegbaum
Martina Kriegbaum

Martina Kriegbaum

Auf dem Weg zur Imker-Facharbeiterin. Gibt im Rahmen der wesensgemäßen Bienenhaltung Kurse zur Anatomie der Honigbiene und Workshops zur aktuellen Bienenforschung. Unterstützt den Bienenschutzgarten editorial und verfasst Blog-Einträge, die sich auch kritisch mit neuen Erkenntnissen und Entwicklungen auseinander setzen.

Sie persönlich sagt ...

Vor einigen Jahren bin ich auf die Anzeige eines Bio-Imkers gestoßen, der Völker und seine Unterstützung beim Imkern anbot, und einige Wochen später zogen 50.000 Bienen in meinem Garten ein.
Im nächsten Frühling stand ich begeistert vor meiner Beute inmitten emsig schwirrender Bienen. Erst als ich am Abend nochmals zu den Bienen ging, bemerkte ich die Stille im Stock und warf einen Blick hinein – gähnende Leere! Meine Bienen waren weg und der Honig auch – das rege Schwirren zuvor waren räubernde Bienen eines anderen Volkes gewesen.
Das war also meine erste Erfahrung mit Bienen. Aber mein Interesse war geweckt und ich startete erneut mit 2 Völkern und einer Imker-Ausbildung.

Bald war klar, dass mich die konventionelle Imkerei nicht glücklich machen würde. Viele Eingriffe kommen mir widernatürlich und stressig für die Bienen vor. Bei mir darf die Bienenkönigin ihre Flügel behalten, darf ein Teil des Volkes im Frühjahr ausschwärmen, bleibt den Bienen über den Winter der übers Jahr gesammelte Wintervorrat (für 1 kg Honig müssen die Bienen 3x um die Erde fliegen und dabei 3 Millionen Blüten besuchen!) und damit die im Honig enthaltenen Wirkstoffe, die sie je nach Bedarf sogar als Medikament einnehmen. Mir liegt weniger an größtmöglicher Honigausbeute, als vielmehr daran, die Bienen in ihrem natürlichen Rhythmus durchs Jahr zu begleiten; das Bienenvolk steht im Mittelpunkt und nach seinem Verhalten richten sich meine unterstützenden Maßnahmen.

Beschäftigt man sich nur ein wenig mit den Bienen, wird einem bewusst, wie spannend ihr Verhalten ist, wie komplex das Leben im Stock abläuft, wie perfekt und zugleich variabel die Vorgänge an die Gegebenheiten angepasst sind kurz: um was für ein erstaunliches Wesen es sich beim Bien handelt!

CARMEN DREIER-ZWETTI

Biologin, Forschung
Carmen Dreier-Zwetti
Carmen Dreier-Zwetti

MAG CARMEN DREIER-ZWETTI

Biologin, Forschung, Mutter zweier Söhne, Mädchen für alles im Obstbaubetrieb meines Lebensgefährten, Telefonjoker bei Personalengpässen im Naturpark Pöllauer Tal.

Sie persönlich sagt ...

Der erste Kontakt am Sonnentor Kräuterfest in Sprögnitz mit Anton und Lena war überraschend wie erfreulich. Wir haben in den Gesprächen unter dem kleinen Apfelbaum relativ schnell festgestellt, daß unsere Zugänge ähnlich sind. Ich interessiere mich in gleichem Maß für den ganzheitlichen Blick (nicht nur) auf die Bienen, wie auch für eine wissenschaftliche Sichtweise – auch zu Argumentationszwecken und wünsche mir auf jeden Fall auch die Zusammenarbeit mit Organisationen bzw. Betrieben, auch wenn sich diese bisher vielleicht nicht um den Schutz der Bienen verdient gemacht haben. Ich denke, dass der Erfolg des Bienenschutzes auch davon abhängt, wie viele verschiedene Institutionen am Prozess teilhaben können.

Anna Lenz

Kassiererin

Anna Lenz

Florian Dittrich

Kooperationen & Kommunikation
Florian Dittrich
Florian Dittrich

Mag Florian Dittrich

naturverbundener Jurist, von Beruf Konzertveranstalter und glücklicher Ehemann mit drei herrlichen Töchtern – verbringt viel Zeit im Kreis der Familie in einer liebevoll renovierten obersteirischen Halterhütte unterhalb der Tauplitz wo auch einige Bienenwiegen zu Hause sind.

Er persönlich sagt ...

Dem Verständnis des Superorganismus Bien theoretisch und praktisch näher zu kommen ist die Erfüllung eines Lebenstraums. Auf der Grundlage der vom Bienenschutzgarten zusammengefassten Rahmenbedingungen wesensgemäßer Arbeit mit den Bienen ist es mir möglich meine Bienenvölker zu begleiten und im gegebenen Fall entsprechend zu unterstützen bzw. Herausforderungen mit zielführenden Mitteln zu begegnen. In kürzester Zeit hat sich mir erschlossen, dass jedes Volk seinen eigenen Charakter und Eigenschaften hat und diese naturgegebene Vielfalt eine wichtige Rolle spielt. So tragen meine Bienenvölker auch mit fortlaufenden Nummern die Namen meiner Kinder.

“Einstein: We cannot solve our problems with the same thinking we used when we created them.”

Es ist mir ein Anliegen vom Ausgangspunkt der wesensgemäßen Bienenhaltung und persönlicher Erfahrung das Verständnis von ökologischen und gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen und politischen Zusammenhängen und zukunftsweisenden Wegen zu vertiefen und gemeinsam im Team des Bienenschutzgartens in das öffentliche Geschehen einzubringen.

Josef Wildbacher

Bienengesund-
heitswart
Josef Wildbacher
Josef Wildbacher

Josef Wildbacher

unser Bienen-Beirat. Imkermeister. Bienen-Gesundheitswart, Bezirks-Seuchenwart. Er arbeitet und imkert seit 45 Jahren mit Bienenvölkern und stellt seinen immensen Erfahrungsschatz dem Bienenschutzgarten zur Verfügung.

Er persönlich sagt ...

Die pflanzliche Vielfalt ist durch die moderne Landwirtschaft verschwunden, stattdessen sehen wir überall ökologische Wüsten und englische Rasen mit Thujahecken. Die Wiesen stehen nicht mehr in Blüte, denn sie werden kurz davor gemäht, um den größten Eiweisgehalt im Futter zu erzielen. Doch unsere Bienen brauchen Blüten! Ohne Blüten entfällt für sie die Vitamin-B Gruppe, ihr Gesundheitselexier. Als ich zu imkern begann, also vor über 40 Jahren, hätten die Bienen den Maispollen links liegen gelassen, denn die Wiesen wurden maximal 2 mal im Jahr gemäht und es gab genügend Wiesentracht für die Bienen. Heute sind es Maisfelder bis hin zum Horizont und die Bienen sind auf Maispollen angewiesen und nehmen dabei die Agro-Gifte mit auf und tragen sie in ihre Stöcke. Der Bienenschutzgarten schafft auf vielfältigste Art Blüten und Trachtpflanzen und ist daher enorm wichtig.

BERNHARD HAANL

Blühende Landschaft
 Bernhard Haanl
 Bernhard Haanl

BERNHARD HAANL

Selbständiger Garten -und Landschaftsgestalter seit 10 Jahren. Schwerpunkte: Wildstauden & Gräserbeete, Natursteinmauern, Schwimmteiche & Biotope, Wildstrauchhecken, organische und naturnahe Landschaftsplanung und Konzepterstellung. Er unterstützt den Bienenschutzgarten bei dem Projekt Blühende Landschaft.

Er persönlich sagt ...

Geboren 1972 wuchs ich in Wien auf und verbrachte als Kind in meinen Urlauben viel Zeit in Kärnten in unserem Ferienhaus an einem wildromantischen Ort. Dort begegnete ich wohl zum ersten Mal der Schönheit ursprünglicher Blumenwiesen und wilder Natur. Nach vielen Um-, und Abwegen landete ich vor ca. 5 Jahren im Südburgenland, wo ich gemeinsam mit meiner Partnerin das Gartenprojekt "Garten der Seele" leite. Dieser Landschaftspark mit ca. 10 ha ist ein Naturrefugium, welches Menschen und Tiere einlädt sich zu erholen und sich durch dessen Schönheit und Pflanzenvielfalt berühren zu lassen. Wir bieten unseren Schaugarten mit Seminarhaus und Ferienhaus als Rahmen für Workshops verschiedener Art an, und ich gebe Führungen, bei denen ich auf die unterschiedlichen Landschaftselemente und Pflanzen eingehe. Speziell die mehrjährigen Wildstaudenbeete und Wildstrauchhecken in vielen Farben, als Rahmen dieser Oase, haben es mir angetan, da sie doch unsere kleinen Freunde, die Bienen wie magnetisch anziehen und sie mit reichlich Nahrung versorgen.

Es ist mir ein Anliegen mitzuhelfen, unsere Welt wieder ein Stück heiler werden zu lassen und es macht mir Freude zu sehen, wie es die Bienen und anderen Lebewesen danken und hier die Möglichkeit haben einfach gesund zu sein.

Hilliard Rennau

Projektbegleitung

Hilliard Rennau